Krise des Glaubens


15. Oktober 1975

Das Übel, an dem die Kirche und die Welt leiden, ist allein die Krise des Glaubens.
Was bedeutet diese Krise? Es ist die Krise der Hoffnung, der Liebe, der Weisheit und der Klugheit, der Stärke, der Gerechtigkeit und der Mäßigkeit, die Krise des Gehorsams, der Reinheit, der Geduld, der Frömmigkeit und Sanftmut. Es ist die Krise im Hunger und Durst nach Gott, die Krise der Reue, der Demut und Abtötung.
Das sind die Übel, an denen die Kirche in dieser ihrer Passionswoche leidet. Die Passionswoche geht der Heiligen Woche voraus.
Alle diese Übel könnt ihr zusammenfassen in der Krise des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe. Ja, man kann noch weiter vereinfachen: Es ist die Krise des innerlichen Lebens, der Gnade.

Krise der Gnade

Die Gnade ist Teilnahme der Seele an meinem göttlichen Leben. Die Gnade ist die Seele der Seele. Ich, Jesus, bin eins mit dem Vater und dem Heiligen Geist; wir sind eins in drei Personen.
Nun aber, meine Kinder, seid ihr erschaffen nach meinem Bild und Gleichnis. Ihr habt eine Seele, die drei Fähigkeiten besitzt: Verstand, Gedächtnis und Willen.
Ihr gleicht mir nicht so sehr darin, sondern vor allem durch das übernatürliche Leben, die Gnade.
Der Mensch wurde in der Gnade erschaffen. Ich, das Wort Gottes, bin in die Welt gekommen, um euch durch mein Leiden, meinen Tod und meine Auferstehung das verlorene Leben wiederzugeben.
Wie ich das unendlich einfache Sein bin, so seid ihr in eurer Seele einfach.
Eure Seele hat nicht mehrere Abteilungen, sondern nur eine einzige: In ihr leben Glaube, Hoffnung, Liebe, wie auch in mir Liebe, Barmherzigkeit, Wahrheit, Gerechtigkeit, Weisheit und alle anderen Eigenschaften mein göttliches Sein bilden.
Wenn sich der Mensch in einer Krise des Glaubens befindet, dann hat er auch eine Krise der Hoffnung, der Klugheit, der Gerechtigkeit, der Stärke, der Frömmigkeit, der Mäßigkeit, der Liebe zu Gott, der Gottesfurcht. Das Fehlen all dessen in der menschlichen Seele hat die schreckenerregende Krise hervorgerufen, an der die ganze Menschheit leidet.
Der Materialismus zeigt die Abwesenheit Gottes im menschlichen Geist. Denn Gott ist Liebe, Licht und Gerechtigkeit, Hoffnung und Weisheit, Stärke und Frömmigkeit, Mäßigkeit und jede andere Tugend und Vollkommenheit.

Der Affe Gottes

Noch nie, meine Söhne, hat eine derart allgemeine Krise die Menschheit befallen. Satan, der Affe Gottes, hat mit eurer Mitschuld diese furchterregende Dunkelheit in den Seelen hervorgerufen.
Ich habe von der Passionswoche gesprochen, damit ihr euren Geist darauf einstellt und euch durch ein Leben in Reue vorbereitet. Ihr habt alle Grund zur Reue. Ihr müsst euch geistig vorbereiten, damit ich euch zur Zeit der harten Prüfung mit brennender Lampe finde.
Wehe jenen, deren Lampe nicht brennt, die nicht bereuen! Sie gehen zugrunde! Ich bin die unendliche, unveränderliche Liebe, darum sage ich euch, dass die Zeit der Barmherzigkeit jener der Gerechtigkeit weichen wird.
Mein großer Triumph ist am Kreuz. Mit dem Kreuz habe ich die Welt besiegt, und mit dem Kreuz werden die auserwählten Seelen und die Kirche triumphieren.
Ich werde das Kreuz enthüllen, und meine Mutter wird erneut der Schlange den Kopf zertreten.
Ich werde als Erlöser wieder das Licht sein, das jetzt in vielen Seelen erloschen ist, selbst bei vielen meiner Priester. Ich werde von neuem das Licht der Welt sein!
Fragt mich, meine Söhne, warum es an Berufungen fehlt. Habt ihr nicht darum gebetet? Wegen der Krise des Glaubens! Wo die Kirche mit mir am Kreuz hängt, mangelt es nicht an Berufungen.  Denkt darüber nach, meine Söhne! Dort fehlen die Beweggründe nicht, und vergesst schließlich nicht, dass ich meinen Erdenweg mit einem Akt unendlicher Demut begonnen habe. Ohne Demut ist keine Bekehrung möglich.
Ich segne dich.

Auszug aus dem Buch „Nicht ICH, MEINE Söhne, habe diese Stunde gewollt“  mit Botschaften des HERRN an Monsignore Ottavio MICHELINI, 1906 – 1978
Internet:   http://blog.micheliniottavio.de/

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